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Präoperative Diagnostik

Die präoperative Diagnostik wird in unserer Klinik am ersten Aufenthaltstag des Patienten durchgeführt. Sie umfasst Laboruntersuchungen, Röntgen Thorax, EKG Untersuchung, neurologische Untersuchung sowie präoperative Diagnostik. MRT-Angiografie (Magnetresonanztomographie des venösen Systems) wird in unserer Klinik vorausgehend durchgeführt.

1. Laboruntersuchungen.

Komplette Laboruntersuchungsreihe in Vorbereitung auf Eingriffe unter Allgemeinanästhesie.

2. Röntgen Thorax.

Eine radiologische Untersuchung, die auf nicht invasive Weise Herz, Lunge und Atemwege bildgebend darstellt und u.a. auch die Belastungsfähigkeit des Herz-Kreislaufs-Systems überprüfen lässt.

Die Untersuchung dauert ca. ½ Stunde.

3. EKG Untersuchung.

Die Untersuchung dauert ca. ½ Stunde.

4. Neurologische Untersuchung.

Diese Untersuchung dient dazu, den neurologischen Status des Patienten vor dem Eingriff genau zu bestimmen. Der Arzt macht Anamnese, überprüft die Funktionen des Bewegungsapparats, oberflächliche Sensibilität und Tiefensensibilität, Gang, Muskelkraft und -tonus, Reflexe, Funktionen des autonomen Nervensystems.

Die Untersuchung dauert ca. 1 Stunde.

5. Präoperative Beratung.

Rücksprache mit dem den Angioplastie-Eingriff durchführenden Arzt. Während der Beratung schildert der Arzt die Ergebnisse der Ultraschall- und MRT-Untersuchung sowie klärt den Patienten über Einzelheiten des Eingriffsverfahrens auf.

Die Beratung dauert ca. 1 Stunde.

6. MRT-Angiografie (Magnetresonanztomographie des venösen Systems).

Die Durchführung einer Magnetresonanztomographie des venösen Systems ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Einschluss ins Behandlungs- und Forschungsprogramm. Die MRT-Angiographie ist in unserer Klinik durchzuführen. Die Untersuchung wird nach einem speziellen Protokoll von Dr. Schelling, das eine Erweiterung des Protokolls von Prof. Haacke darstellt, durchgeführt. Anhand der Ergebnisse beurteilt der behandelnde Arzt, ob beim Patienten venöse Fehlbildungen und ggf. welchen Grades auftreten.

Magnetresonanztomographie gehört zu den bildgebenden Methoden der Darstellung anatomischer Strukturen des vaskulären Systems, die durch die höchste Genauigkeit gekennzeichnet sind. In dieser Technologie bekommt man dreidimensionales Bild der Blutgefäße und damit die Möglichkeit, den Blutfluss u.a. in den intrakraniellen Gefäßen zu beurteilen. MRT zeigt venöse Fehlbildungen auf und lässt auf den Grad der Verengung der Blutgefäße schließen.

Die Untersuchung wird mittels des hochmodernen, hochauflösenden 3-Tesla-Tomographen der Firma Philips mit der Flussdichte 3 Tesla durchgeführt. Die Genauigkeit der Bildgebung übersteigt in der Qualität deutlich die mit standardmäßig eingesetzten Geräten von niedrigerer Auflösung durchgeführten Untersuchungen.

MRT-Untersuchung ist schmerzfrei und nicht invasiv, auch wenn das notwendige Einhalten einer Position über längere Zeit als unbequem erscheinen kann. Während der Untersuchung wird Kontrastmittel verabreicht. Dadurch bekommt man das Bild des venösen Systems von höchster Qualität.

Dank eingebauter Sprechanlage bleibt der Patient mit dem Untersucher stets im Kontakt.

Auch wenn MRT-Untersuchung eine nicht invasive Methode ist, kann sie in bestimmten Fällen nicht durchgeführt werden. Die endgültige Entscheidung liegt immer beim behandelnden Arzt.

Gegenindikationen bei MRT und Phlebographie:

  • Eingepflanzte Elektrogeräte, d.h. Herzschrittmacher, Biostimulator, Neurostimulator, Defibrillator, Cochlea-Implantat, Insulinpumpe;
  • Ferromagnetische medizinische Fremdkörper, d.h. ausgewählte Endoprothesen, Gefäßclips, Stents, Prothesen, Schrauben, orthopädische Nägel, Clips, Nähte, Ventrikel-, Herzklappen, Shunts, Portkatheter, Brücken, Kronen, Zahnprothesen, Zahnimplantaten (schriftliches Zertifikat über MRT-Tauglichkeit erforderlich);
  • Jegliche nicht medizinische Fremdkörper: Splitter, Geschosse, Feilstaub in den Augen);
  • Platzangst;
  • Allergie bzw. allergische Reaktionen auf Kontrastmittel, Niereninsuffizienz;
  • Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese).

MRT-Untersuchung dauert ca. 1- 1½ Stunden.

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