Was ist CCSVI

CCSVI ist eine chronische cerebro-spinale venöse Insuffizienz. Dieses Krankheitsbild entsteht bei Störungen des Blutabflusses aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Ursachen hierfür können unterschiedlich sein: Venenverengungen, Blockaden, Venenklappenpathologien bzw. andere Fehlbildungen, die den normalen Blutabfluss verhindern.

Bei Patienten, bei denen CCSVI diagnostiziert wurde – so die Hypothese – verbleibt das venöse Blut im zentralen Nervensystem zu lange oder fließt Reflux-bedingt ins Gehirn bzw. Rückenmark zurück. Dies soll zu einer Kaskade biologischer Folgen führen, deren Endstufe entzündliche Prozesse und Demyelinisierung sind, wie bei MS.

Die Forschung von Prof. Zamboni schuf Grundlage für weitere Untersuchungen im Bereich der endovaskulären CCSVI-Behandlung. Das Thema bleibt offen und sorgt für viele Kontroversen – dies betrifft vor allem die Theorie, nach der die venöse Pathologie den ursprünglichen Pathomechanismus des autoimmunologischen Prozesses darstellen könnte.

CCSVI-Behandlung, auch „Liberation Procedere” genannt, beruht auf Aufhebung venöser Fehlbildungen durch Angioplastie. Die Aufhebung der Fehlbildungen soll den normalen Blutabfluss aus dem Gehirn und dem Rückenmark gewährleisten. Bei zahlreichen MS-Patienten wurde nach solchen Maßnahmen vorübergehende wie auch dauerhafte Verbesserung des neurologischen Status beschrieben.

Typische Symptomatik

Bei Patienten mit CCSVI treten die für zahlreiche neurodegenerative Erkrankungen, insbesondere für MS, typischen Symptome auf.

Die Symptome, die mit CCSVI in Verbindung gebracht werden, sind:

  • Mobilitätseinschränkungen,
  • Kopfschmerzen,
  • Spastik,
  • Schlaflosigkeit,
  • fehlende Wärmetoleranz,
  • Kribbeln und Taubheit in Armen und Beinen,
  • Gleichgewichtsprobleme,
  • Doppeltsehen,
  • Brain Fog (fehlende Klarheit der Gedanken und der Sprache)
  • Blasenproblematik,
  • gastro-intestinale Probleme,
  • Sprachprobleme,
  • Schilddrüsen-Dysfunktion,
  • kälte Hände/Füße.
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